Weiblich und technologiegetrieben: Österreichs grüne Startup-Elite für das ClimateLaunchpad 2026

Das ClimateLaunchpad, der weltweit größte Wettbewerb für grüne Geschäftsideen, geht in Österreich in die nächste Runde. Neun Startups konnten sich für das nationale Finale am 9. Juni qualifizieren, das im Rahmen des Speak Out Festivals im Wiener Museumsquartier stattfindet. Das diesjährige Feld beeindruckt durch einen Rekordanteil an Gründerinnen und einem starken Fokus auf Deep Tech.
Nach dem großen Erfolg des globalen Finales im letzten Jahr, das der Wiener Think Tank Thinkubator im Rahmen des Climate Innovation Festivals (CIFE) erstmals nach Wien holte, liegt die Messlatte hoch. 2025 konnte sich das südafrikanische Startup SeaH4 gegen Startups aus über 40 Nationen aus den Regionen Europa, Afrika, Asia-Pacific und Americas durchsetzen.
Dass das ClimateLaunchpad ein echtes Sprungbrett für den wirtschaftlichen Erfolg ist, beweist der Vorjahressieger: Das Startup Minimist, das die österreichische Vorentscheidung 2025 gewann, konnte kürzlich ein Investment in der Höhe von einer Million Euro für seine innovative Technologie zur Digitalisierung von Charity-Shops sichern.

„Der Erfolg von Minimist zeigt, dass grüne Ideen aus Österreich globales Investment-Potenzial haben“, so Felix Ambros, Co-Founder von Thinkubator. „Mit dem heurigen Jahrgang wollen wir an diese Erfolgsgeschichte anknüpfen.“
Ein Jahr der Rekorde
● Über 70 % der Bewerbungen kamen von ausschließlich weiblichen Teams oder Teams mit weiblicher Beteiligung, in der Finalrunde liegt der Anteil sogar bei acht von neun Startups.
● Die Lösungen sind technisch so anspruchsvoll wie nie zuvor – von KI-gestützter Wasserüberwachung bis hin zu Innovationen in der Materialwissenschaft und Sensortechnik.
Der Weg zum globalen Finale in Singapur
Den ersten Meilenstein haben die Teams bereits hinter sich: Das intensive Bootcamp am 25. und 26. April im Gebäude der BDO Austria, bei dem unter Anleitung einer internationalen Expertin, Hira Wajahat Malik, an Geschäftsmodellen und Pitch-Fähigkeiten gefeilt wurde.
Am 9. Juni 2026 treten die neun Finalist:innen im Rahmen des Speak Out Festivals im Wiener Museumsquartier gegeneinander an. Ziel ist das Ticket für das globale Finale, das dieses Jahr in Singapur ausgetragen wird.
Die 9 Finalist:innen im Kurzporträt
● Baltic Jungle LAB
Bietet Textilfabriken In-Pipe-Systeme, die Abwasser in Echtzeit-Daten umwandeln, um Mikrofaserausstöße direkt an der Quelle zu senken.
● HanfBauSysteme
Produziert vorgefertigte, CO2-negative Hanfkalk-Paneele für den Bausektor, die für hervorragende Isolierung und ein gesundes Wohnklima sorgen.
● Joyh
Ein Building-Technology-Startup, das die Gebäudehülle neu denkt. Indem es mineralischen 3D-Druck mit einer eigenen Design-zu-Produktions-Software verbindet, werden aus Ideen Fassadensysteme, die leistungsstark, anpassungsfähig und langlebig sind.
● Own your Closet (OC)
Eine „phygitale“ Fashion-Plattform, die mittels KI-Stylist und Tausch-Community dafür sorgt, dass Kleidung länger im Kreislauf bleibt.
● NEREIA
Entwickelt ungiftige Antifouling-Technologien für Schiffe, um biologischen Bewuchs zu verhindern, was der Schifffahrtsindustrie bis zu 200 Mio. Tonnen CO2 einsparen könnte.
● ReneTrax
Entwickelt intelligente robotische Wartungssysteme für großflächige Solaranlagen, die die Reinigung automatisieren und eine effizientere Wartung ermöglichen, um Energieverluste, Betriebsaufwand und Wasserverbrauch zu reduzieren.
● Repartum
Eine digitale Plattform für die Kreislaufwirtschaft, die wiederverwendete und aufbereitete Ersatzteile aus Altgeräten zugänglich macht, die Lebensdauer von Produkten verlängert und Elektroschrott reduziert.
● re:state
Das Ende von Dekor-Abfällen. Durch ein proprietäres Material aus Nebenprodukten und einen geschlossenen Kreislauf werden Interior-Design-Objekte bei minimalem Energieaufwand (90 % weniger als bei der herkömmlichen Fertigung) endlos neu geformt.
● SORBAIR
Neudefinition der atmosphärischen Wassergewinnung durch absorbierende Materialien der nächsten Generation, mit einer Performance, die herkömmliche Standards um ein Vielfaches übertrifft.
Über Thinkubator
Thinkubator verbindet Forschung, Bildung und Beratung zu Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Innovationen. Als Think Tank unterstützt das Team Unternehmen und Einzelpersonen dabei, Wissen aufzubauen und in wirksames Handeln zu übersetzen sowie zirkuläre eschäftsmodelle zu
entwickeln.
Über ClimateLaunchpad
ClimateLaunchpad ist ein internationales Programm von Climate KIC und richtet sich an frühphasige Start-ups mit nachhaltigen Geschäftsideen. Seit seiner Gründung wurden weltweit über 5.000 Start-ups begleitet, mehr als 16.000 Bewerbungen eingereicht und über 500 Millionen Euro an Investitionen durch Alumni generiert. In Österreich wird das Programm von Thinkubator organisiert.
Hinter dem ClimateLaunchpad steht ein starkes Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Zu den diesjährigen Partnern zählen: Bank of America, Irish Aid, die Wirtschaftsagentur Wien, BDO Austria, das KURIER Medienhaus, OekoBusiness Wien, das STaR
Competence Center (WU) und die Open Innovation Factory (ÖBB).




