Photovoltaik: Zweiter EAG-Fördercall in Ö startet am 16. Juni

Photovoltaik: Zweiter EAG-Fördercall in Ö startet am 16. Juni

Kopie von pro.earth Redaktionsvorlage NEU(1351)

Nach dem starken Auftakt des Förderjahres im April startet am 16. Juni 2026 um 17 Uhr der zweite EAG-Fördercall für Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher. Insgesamt stehen dafür 12 Millionen Euro zur Verfügung. Die Ticketziehung beginnt um 17 Uhr. Förderanträge können von 16. bis 30. Juni 2026 gestellt werden.

 

„Die große Nachfrage zeigt: Die Menschen wollen Teil der Energiewende sein. Entscheidend ist jetzt, dass wir Photovoltaik so weiterentwickeln, dass sie nicht nur viel Strom erzeugt, sondern diesen Strom auch zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und zu leistbaren Kosten nutzbar macht. Genau darum geht es bei der neuen Förderlogik: Wir bremsen den Ausbau nicht, wir machen ihn intelligenter“, sagt Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus.

 

Hohe Nachfrage: Erster Fördercall wurde um 30 Millionen Euro aufgestockt

Der erste EAG-Fördercall 2026 hat die hohe Dynamik beim Ausbau von Photovoltaik und Stromspeichern deutlich gemacht: Knapp 29.000 Anträge wurden eingereicht. Ursprünglich waren für diesen Call 40 Millionen Euro für PV- und Speicherförderungen vorgesehen. Tatsächlich wurden Fördermittel in Höhe von rund 135 Millionen Euro nachgefragt. Um dieser großen Nachfrage besser Rechnung zu tragen, wurden zusätzlich 30 Millionen Euro aus Restmitteln freigegeben. Damit wurde der erste Fördercall von ursprünglich 40 Millionen Euro auf insgesamt 70 Millionen Euro aufgestockt.

 

Speicher werden zum Schlüssel der Energiewende

Besonders deutlich zeigt sich beim ersten Fördercall auch ein struktureller Trend: Rund 90 Prozent der Anträge enthielten bereits eine Speicherkomponente. Das ist aus Sicht des Energiesystems ein entscheidender Schritt. Denn ein modernes Energiesystem darf nicht nur darauf ausgelegt sein, möglichst viel Strom zu erzeugen. Es muss auch darauf ausgelegt sein, Erzeugung, Verbrauch, Speicherung und Netz besser zusammenzubringen.

„Der erste Fördercall zeigt sehr klar, wohin die Entwicklung geht. Die Energiewende entscheidet sich nicht nur am Dach, sondern auch im Keller, im Netz und am Markt. Wenn mittags viel Sonnenstrom vorhanden ist, muss er gespeichert und dann verfügbar gemacht werden, wenn Haushalte, Betriebe und Industrie ihn brauchen. Aus erneuerbarer Erzeugung muss ein Energiesystem werden, das in der Praxis funktioniert“, so Zehetner.

 

Zweiter Fördercall: 12 Millionen Euro für PV und Speicher

Im zweiten Fördercall werden Speicher weiterhin in Kombination mit Photovoltaik gefördert. Für kleinere PV-Anlagen gelten fixe Förderbeträge pro kWp: Für Anlagen bis 10 kWp beträgt die Förderung 150 Euro pro kWp, für Anlagen zwischen 10 und 20 kWp 140 Euro pro kWp. Für Anlagen über 20 kWp wird die Förderung im Bieterverfahren vergeben. Damit kommen jene Projekte zum Zug, die den geringsten Förderbedarf haben.

 

„Made in Europe“-Bonus stärkt Sicherheit und Wertschöpfung

Fortgesetzt wird auch der „Made-in-Europe“-Bonus. Photovoltaikanlagen und Stromspeicher, die mit technischen Komponenten mit europäischer Wertschöpfung errichtet werden, können einen Zuschlag auf die gewährte Förderung erhalten. Bereits 46 Prozent aller PV-Anträge enthalten europäische Wechselrichter.

 

Info: Die nächsten PV-Fördercalls 2026

Der zweite Fördercall läuft von 16. bis 30. Juni 2026. Dafür stehen insgesamt 12 Millionen Euro zur Verfügung: je 2 Millionen Euro in den Kategorien A und B sowie je 4 Millionen Euro in den Kategorien C und D.

Der dritte Fördercall findet von 8. bis 22. Oktober 2026 statt. Dafür sind insgesamt 8 Millionen Euro vorgesehen, davon je 2 Millionen Euro in den Kategorien A bis D.

Nähere Informationen zu Fördersätzen, Förderbedingungen und Einreichterminen finden sich in der EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom sowie auf dem Förderinfoportal der EAG-Förderabwicklungsstelle unter eag-abwicklungsstelle.at.

Es ist Zeit, Oma’s Nussschnaps anzusetzen

Es ist Zeit, Oma’s Nussschnaps anzusetzen

Kopie von pro.earth Redaktionsvorlage NEU(1350)

Für all jene, die den gesundheitsstiftenden Nussschnaps unserer Großmütter selbst ansetzen möchten, ist es allerhöchste Zeit zu beginnen, denn der Johanni-Tag (24. Juni) bildet die letzte Möglichkeit, die Nüsse für diesen Zweck zu verwenden.

 

Bei meiner Großmutter war er eine reine Medizin – ich vermute, geschmeckt wird er ihr wohl auch haben, denn nach jedem schweren Mahl pilgerte sie zur verspiegelten Mahagoni-Hausbar und genehmigte sich einen Schluck dunkelbrauner Flüssigkeit. Er musste immer im Haus sein – drohte er auszugehen, musste für Nachschub gesorgt werden.

In meiner Welt gehört er also auch neben Heftpflastern, Zahnstochern und der DER PATE Trilogie zur Grundausstattung eines jeden halbwegs anständigen Haushalts. Er bietet nicht nur Vergnügen, er vermittelt Heimat und Wohlbefinden. Er ist ein Elixier.

Damit er seine ganze Kraft entfalten kann, braucht er aber eines im Überfluss: Zeit.

Darum rufen wir euch frisch ans Werk. Schürze umgebunden (diesmal sehr wichtig – die Flecken sind hartnäckig), Gummihandschuhe angezogen und los geht`s.

Zunächst müsst ihr einen Walnussbaum finden – bei mir steht er gottseidank im Garten. Der Johanni-Tag als Stichtag zum Nüsse-Abnehmen hält bei den aktuellen klimatischen Veränderungen vielleicht nicht – es könnte sein, dass die Nüsse schon zu viel Schale entwickelt haben und somit nicht mehr zu verwenden sind. Wir raten euch daher, schon bis Mitte Juni die Nüsse abzunehmen und zu wässern, das dauert einmal drei Tage – doch dann muss eingekauft sein.

 

Was wir brauchen

für 15 Nüsse:

  • 1,5 l Korn
  • 1 Zitrone
  • Schale und Saft von 1 Orange
  • 1-2 Zimtstangen
  • 8 Nelken

 

nach ca. 6 Wochen:

  • ca. 5 kleine Schöpfer Zuckersirup (nach Geschmack)
  • ca. 50 ml Weingeist

 

So wird’s gemacht:

❤ Nüsse mit einer Stricknadel mehrmals einstechen, in ein Glas mit kaltem Wasser geben

❤ drei Tage lang jeden Tag das Wasser wechseln

❤ am vierten Tag die Nüsse in Scheiben schneiden

❤ mit dem restlichen Zutaten in ein großes Glas geben

❤ an einem hellen, warmen Ort mindestens sechs Wochen stehen lassen

❤ Nüsse durch ein Tuch sieben

❤ Zuckersirup aus Zucker und Wasser zubereiten (so viel Zucker in Wasser erhitzen, dass er sich nicht mehr auflöst)

❤ mit Zuckersirup und Weingeist abschmecken – daraus entsteht bei uns immer ein tumultartiges Fest.

❤ wer noch kann, füllt ihn in Flaschen ab – geht aber auch am nächsten Tag.

 

Viel Vergnügen!

Grüner Wasserstoff: Weniger als ein Prozent wird emissionsfrei hergestellt

Grüner Wasserstoff: Weniger als ein Prozent wird emissionsfrei hergestellt

Kopie von pro.earth Redaktionsvorlage NEU(1349)

Die aktuelle Energiekrise macht deutlich, welche Folgen die Abhängigkeit von fossilen Energien hat. Für die Dekarbonisierung ist grüner Wasserstoff ein zentraler Baustein. Im Jahr 2024 wurden laut dem Global Energy Report 2025 weltweit etwa 100 Millionen Tonnen Wasserstoff produziert – rund 99 Prozent davon aus fossilen Brennstoffen. Etwa 980 Millionen Tonnen CO2 wurden dabei emittiert. Nicht einmal ein Prozent wurde emissionsfrei erzeugt. Obwohl es einen großen Bedarf gibt, wird die Entwicklung durch wirtschaftliche, regulatorische und infrastrukturelle Hindernisse gebremst. China ist Treiber bei Aufbau von Elektrolyseuren. Beim Hydrogen Summit 2026 im Rahmen der ees Europe Messe (23. -25. Juni Messe München) rückt das Thema in den Fokus.

 

Hintergrund

Die industrielle Transformation hin zur Klimaneutralität ist für die führenden Wirtschaftsräume eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahrzehnte: Während die Europäische Union beispielsweise die Klimaneutralität bis 2050 anstrebt, visiert China dieses für 2060 an. In beiden Regionen gilt Wasserstoff als strategische Schlüsselkomponente für den Umbau von Industrie und Energiewirtschaft. Die reale Marktentwicklung hinkt den ambitionierten Vorgaben jedoch hinterher: Laut dem Global Energy Report 2025 sind derzeit lediglich rund 11 Prozent der seit Beginn des Jahrzehnts angekündigten Wasserstoffprojekte in Betrieb oder durch Investitionsentscheidungen abgesichert.

 

Fast ausschließlich fossil hergestellt

Obwohl die weltweite Nachfrage nach Wasserstoff kontinuierlich steigt, wird der Energieträger derzeit noch fast ausschließlich auf Basis fossiler Rohstoffe wie Erdgas und Kohle gewonnen. Eingesetzt wird er traditionell für die Ammoniakproduktion, Ölraffinierung und Methanolsynthese. CO2-neutral erzeugte Mengen spielen am Gesamtmarkt bislang eine untergeordnete Rolle. Dabei gilt emissionsfreier Wasserstoff als unverzichtbarer Baustein der Energiewende – insbesondere für die Dekarbonisierung schwer elektrifizierbarer Sektoren wie der Stahlindustrie. Obwohl es einen großen Bedarf gibt, wird die Entwicklung durch wirtschaftliche, regulatorische und infrastrukturelle Hindernisse gebremst.

Neben dem schleppenden Ausbau neuer Pipeline-Netze und der verzögerten Umwidmung bestehender Erdgasinfrastrukturen bleibt die Kostenstruktur ein zentraler Engpass: Nach Analysen der Internationalen Energieagentur (IEA) ist grüner Wasserstoff in der Herstellung derzeit noch zwei- bis dreimal teurer als die fossile Variante. Die nachhaltige Alternative wird jedoch vor allem dann wettbewerbsfähig, wenn unvorhersehbare oder anhaltend hohe Erdgaspreise die konventionelle Produktion verteuern.

„Ein zukunftsfähiges Energiesystem basiert nicht mehr allein darauf, sauber Strom zu erzeugen. Wir müssen diesen Strom auch intelligent speichern und sektorenübergreifend nutzbar machen. Erst wenn wir dezentrale Erzeugung, moderne Batteriespeicher und die Wasserstoff-Elektrolyse flexibel miteinander koppeln, sichern wir die Industrie ab. Grüner Wasserstoff ist dabei ein zentraler Hebel, um die Energieversorgung in Deutschland und Europa resilient aufzustellen, technologisch souverän zu machen und Strompreise langfristig planbar zu halten.“

Markus Elsässer, Gründer und Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH

 

China als treibende Kraft

Durch Elektrolyse lässt sich Wasserstoff klimaneutral produzieren, wenn Wasser mithilfe von erneuerbarem Strom in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten wird. Die IEA erwartet in den kommenden Jahren aber ein deutliches Wachstum. Bis 2030 soll die Produktion von grünem Wasserstoff weltweit auf 4,2 Millionen Tonnen steigen. Im Vergleich zum Jahr 2024 würde sich die Menge somit verfünffachen. Treibende Kraft beim Aufbau von Elektrolyseuren ist China. Die IEA geht davon aus, dass in China emissonsfreier Wasserstoff bis Ende des Jahrzehnts wettbewerbsfähig wird – aufgrund der niedrigen Technologie- und Kapitalkosten. Auch in Europa sieht sie gute Chancen dafür, weil Erdgas durch die CO2-Bepreisung immer teurer wird. Wenig Potenzial gibt es dagegen in Regionen, wo Erdgas billiger ist, etwa in den Vereinigten Staaten und im Nahen Osten.

 

Einsatzgebiete von emissionsfreiem Wasserstoff

Die Industrie benötigt grünen Wasserstoff dringend für die Stahlproduktion, für Hochtemperaturprozesse über 1.000 Grad Celsius sowie als Basis für synthetische Kraftstoffe im Schwerlast-, See- und Luftverkehr. Außerdem könnte grüner Wasserstoff Erdgas in Fernwärmenetzen ersetzen. Bisher fehlt es jedoch an Elektrolyseuren. Obwohl die Europäische Union bis 2030 eine heimische Elektrolyseur-Kapazität von 40 Gigawatt anstrebt und Staaten wie Deutschland, Spanien oder Frankreich ambitionierte nationale Ziele formuliert haben, hinkt die Praxis der Theorie hinterher.

Die Fortschritte sind gering, weil es neben der Infrastruktur auch an Nachfrage mangelt. Potenzielle Investoren zögern deshalb. Um die Nachfrage anzukurbeln, könnte die Produktion von synthetischen Kraftstoffen eine Lösung sein.

 

Vor diesem Hintergrund rückt die ees Europe, Europas größte und internationalste Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme, das Thema Wasserstoff gezielt in den Fokus. Vom 23. bis 25. Juni vermittelt der neu ausgerichtete Ausstellungsbereich „Hydrogen Dialogue Forum & Expo“ in Halle B2 fundierte Einblicke in die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff, technologische Innovationen, Einsparpotenziale und wegweisende Projekte.

„Die Rolle von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft wird bisher noch zu wenig erkannt. Mit dem Hydrogen Dialogue setzen wir ein klares Zeichen für den Hochlauf und bilden die gesamte Wertschöpfungskette ab“, erklärt Jens Mohrmann, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM).

Die Wirtschaft braucht tragfähige Lösungen. Hier setzt der Hydrogen Dialogue Summit an, der am 24. und 25. Juni im International Congress Center (ICM) stattfindet.

Aktuelle Trends und Herausforderungen der Wasserstoffbranche werden beleuchtet:

  • Am 24. Juni steht Deutschland im Mittelpunkt. Zentrale Fragen sind, wie Elektrolyse dazu beitragen kann, Netzengpässe zu entschärfen, erneuerbare Energien besser zu nutzen und wie Chemie-, Zement- und Stahlindustrie die Dekarbonisierung als Wettbewerbsfaktor nutzen können.
  • Am 25. Juni richtet sich der Blick auf Europa und die Welt sowie auf die wachsende Konkurrenz aus Asien. Spitzenvertreter aus Politik und Wissenschaft diskutieren an beiden Tagen mit Entscheidern aus Wirtschaft sowie von Verbänden aus Deutschland und Europa über die strategische Bedeutung von Wasserstoff für eine resiliente und klimafreundliche Energieversorgung der Zukunft.

 

Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft

 

 

 

Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft

Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft

Kopie von pro.earth Redaktionsvorlage NEU(1348)

The smarter E Europe vereint die vier Fachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe. Sie findet vom 23. bis 25. Juni auf der Messe München statt. Rund 2.800 Aussteller und über 100.000 Besucher aus aller Welt werden erwartet.

 

Der Iran-Krieg und die aktuelle Energiekrise zeigen, dass der Ausstieg aus fossilen Energieträgern deutlich schneller gehen muss und die Energiewende mehr Tempo braucht. Erneuerbare Energien machen unabhängiger von geopolitischen Spannungen und Krisen. Sie gewährleisten eine sichere Energieversorgung und verbinden Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz. Die Transformation ist nicht aufzuhalten und Innovationen sind heute wichtiger denn je.

 

The smarter E AWARD 2026

Wie progressiv und zukunftsweisend die Branche ist, zeigen die zahlreichen Bewerbungen für den The smarter E AWARD 2026. Ein Expertengremium wählte die besten und innovativsten Neuentwicklungen aus, die für den Preis nominiert sind.

Die begehrte Auszeichnung wird in fünf Kategorien verliehen:

  • Photovoltaics,
  • Energy Storage,
  • E-Mobility,
  • Smart Integrated Energy und
  • Outstanding Projects.

Am 22. Juni, am Vorabend des Messestarts von The smarter E Europe, werden die Gewinner ab 17:00 Uhr im International Congress Center Messe München (ICM) ausgezeichnet. Interessierte können die Preisverleihung kostenfrei besuchen.

 

ees Europe

Als Europas größte Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme führt die ees Europe die globalen Marktführer zusammen. Aussteller präsentieren dort marktreife Innovationen, die Stromkosten senken und Netze stabilisieren – von künstlicher Intelligenz im Speichermanagement bis hin zu Natrium-Ionen-Technologien. Eingebettet in die Messeallianz The smarter E Europe vernetzt die Fachmesse rund 2.800 Aussteller und mehr als 100.000 Entscheider, um Netzspeicher wirtschaftlich in die Infrastruktur der Zukunft zu integrieren.

Der europäische Batteriemarkt skaliert im Rekordtempo. Weil wachsende Solar- und Windkapazitäten die europäischen Netze zunehmend fordern, müssen Speicher Strom künftig über viele Stunden verschieben. Folglich verlängert sich die durchschnittliche Speicherdauer von 1,9 auf 3,5 Stunden – ein technologischer Sprung, der den Trend zu systemrelevanten Netzspeichern untermauert. Wie die Industrie diesen enormen Bedarf deckt, zeigt die ees Europe vom 23. bis 25. Juni in München.

 

ees Europe Conference

Wie die europäische Industrie den enormen Transformationsbedarf technologisch und strategisch deckt, präsentiert die ees Europe Conference am 22. und 23. Juni in München. Im Fokus stehen transnationale Fragen wie die großskalige Finanzierung von Stand-alone-Großspeichern, die erfolgreiche Projektierung paneuropäischer Hybridkraftwerke und der regulatorische Umgang mit Netzentgelten im gewandelten europäischen Energiesystem. Auf der Fachmesse bildet das ees Forum (Halle C2) mit einer Vielzahl an Diskussionsformaten die Plattform für den europarechtlichen Austausch.

 

ees Innovation Hub Stage

Parallel dazu schlägt auf der ees Innovation Hub Stage (Halle B0) das innovative Herz der Veranstaltung: Hier präsentieren europäische Spitzenforschung und Industrie State-of-the-Art-Projekte – vom KI-Einsatz in der Batterieforschung über Best Cases zur Kreislaufwirtschaft bis hin zu Strategien für den Aufbau einer resilienten, eigenständigen Batterieproduktion in Europa. Ein weiteres Highlight ist am 22. Juni die Verleihung des renommierten The smarter E AWARD in der Kategorie Energy Storage.

 

Intersolar Europe 2026

Als weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft zeigt sie im Rahmen von The smarter E Europe, Europas größter Messeallianz für die Energiewirtschaft, die neuesten Technologien und Geschäftsmodelle für den gewerblichen und industriellen Sektor (C&I). Wenn sich die internationale Solarbranche im Juni auf der Intersolar Europe 2026 in München trifft, steht in diesem Jahr Indien besonders im Blickpunkt. Das Land gehört bereits heute zu den weltweit wichtigsten Photovoltaikmärkten und entwickelt sich zunehmend auch zu einem Produktionsstandort für PV-Komponenten. Für deutsche und europäische Unternehmen eröffnet das neue Chancen – von Technologiepartnerschaften über Maschinenbau und Forschung bis hin zu widerstandsfähigeren Lieferketten.

 

Die Intersolar Europe fokussiert marktreife Technologien und neue Geschäftsmodelle für den Gewerbe- und Industriesektor. Den Auftakt bildet die Intersolar Europe Conference, die einen Tag vor Messebeginn startet. In dedizierten Sessions analysieren Experten hier die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und technischen Anforderungen für großskalige PV-Projekte.

Begleitend zur Fachmesse bietet das Intersolar Forum (Halle A3) am 23. Juni praxisnahe Einblicke in die Synergien aus PV, Speichern und Flottenmanagement. Am 25. Juni vertieft die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) spezifische C&I-Anwendungen.

Zusätzlich demonstriert die Sonderschau „Renewables 24/7“ (Halle C5), wie die intelligente Vernetzung von Erzeugung, Speicherung und Lastmanagement den Eigenverbrauch in Gewerbe und Industrie optimiert. Besucher erleben hier, wie integrierte Systeme die Versorgungssicherheit garantieren und über die Sektorkopplung neue Erlösquellen erschließen.

 

Power2Drive

Auf der Power2Drive Europe, der internationalen Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität, können sich Besucher vom 23. bis 25. Juni in der Messe München über nachhaltige Mobilität und intelligentes Laden informieren. Highlights sind “The Bidirectional Zone” und eine neue Studie zum Thema „Bidirektionale Gewerbeflotten“. Sie wird von der Power2Drive Europe und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. (FfE) vorgestellt. Die Fachmesse greift die aktuellen Marktentwicklungen auf und zeigt, wie das Zusammenspiel von E-Mobilität und erneuerbarer Energieversorgung funktioniert.

In der „The Bidirectional Zone” in Halle C6 werden die rasanten Entwicklungen im Bereich bidirektionales Laden vorgestellt. Besucher bekommen dort Antworten, welche Vorteile es für sie bietet.

Am 23. und 24. Juni finden zum ersten Mal die „Fleet Information Days“ statt. Das neue Format richtet sich mit einem spezifischen Vortragsprogramm und Netzwerkveranstaltungen speziell an Verantwortliche im Fuhrparkmanagement, die eine effiziente Elektrofahrzeugflotte und entsprechende Ladeinfrastruktur aufbauen oder erweitern wollen. Der Bundesverband Neue Mobilität bietet einen Rundgang an. Teilnehmer des Workshops „Nutzfahrzeugflotte elektrifizieren: Ab wann rechnet es sich?“ der eMobile Academy können ein Zertifikat erwerben und sich die Teilnahme als Fortbildung anrechnen lassen.

 

EM-Power Europe

Auf der EM-Power Europe, der internationalen Fachmesse für Energiemanagement und vernetzte Energielösungen, stellen zahlreiche Aussteller vom 23. bis 25. Juni in der Messe München ihre KI-basierten Lösungen und digitalen Innovationen vor. Hier können Besucher mit Vertretern von Unternehmen, Start-ups und anderen Vorreitern der Branche ins Gespräch kommen. Zum ersten Mal gibt es auch den Gemeinschaftsstand „AI for Smart Energy“.

Künstliche Intelligenz (KI) transformiert das Energiesystem: Während der Ausbau von Wind- und Solarkraft europaweit weiter voranschreitet, sichert KI künftig die effiziente Nutzung jeder erzeugten Kilowattstunde. Intelligente Algorithmen synchronisieren Erzeugung und Verbrauch in Echtzeit, stabilisieren so die Netze und vermeiden teure Abregelungen. Damit wird Software zum entscheidenden Werkzeug für eine wirtschaftliche, zuverlässige und erneuerbare Energieversorgung.

Messebesucher haben Gelegenheit, sich über Energie- und Lastmanagement, Vermarktung von Flexibilität, Advanced Metering Infrastructure, Energy-as-a-Service und vieles mehr zu informieren. Die begleitende EM-Power Europe Conference widmet sich am 23. Juni dem Thema Flexibilität in Industrie und Gewerbe.

 

The smarter E Forum

Zusätzliche Impulse bietet das The smarter E Forum mit seinen Vorträgen. Am 24. Juni stellt der Verband smartEn in der Session “Demand-Side Flexibility in Action: Best Practices from the Flexible Demand Management Industry” erfolgreiche Beispiele aus der Praxis vor.

Am Tag zuvor berichtet der Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (bne) über die geplanten Änderungen im EEG 2027, mit denen künftig die Flexibilität von Batterien und Ladeinfrastruktur im kleineren Leistungsbereich vergütet werden soll.

Auch auf der EM-Power Europe Conference, am 22. und 23. Juni 2026, ist Flexibilität ein thematischer Schwerpunkt, unter anderem mit den Sessions „Electric Vehicle Grid Integration – Scaling up Flexibility“ und „Turning Industrial and Commercial Demand Side Flexibility into Value“.